Bei jedem Auto unterliegt die Bremsflüssigkeit einem Alterungsprozess und eine alte Bremsflüssigkeit bedeutet für jeden Autofahrer ein hohes Sicherheitsrisiko. Der Grund dafür ist, dass eine Bremsflüssigkeit in der Lage ist, sich mit Wasser zu mischen und sich dadurch selbst zu verdünnen. Dies geht zwar nicht von heute auf morgen und ist ein langsam fortschreitender Prozess. Irgendwann aber ist einmal so viel Wasser in der Bremsflüssigkeit enthalten, dass bei einer starken Bremsung und der dabei entstehenden Hitze dieses Wasser verdunstet und sich Blasen bilden. Diese Blasen wiederum verursachen einen starken Abfall des Bremsdruckes, der bis zu einem totalen Bremsversagen führen kann. Aus diesem Grund sollte spätestens alle zwei Jahre die Bremsflüssigkeit komplett gewechselt werden.

Man kann in den meisten Fällen davon ausgehen, dass bei einem Wechsel rund ein halber Liter neuer Bremsflüssigkeit benötigt wird. Dies hängt aber in der Regel davon ab, um welches Fahrzeug es sich handelt und wie groß die Bremsanlage ist. Der Wechsel der Bremsflüssigkeit sollte am besten in einer Werkstatt durchgeführt werden, da auf keinen Fall Bremsflüssigkeit in den Boden gelangen darf. Die Flüssigkeit ist für die Umwelt in höchstem Maße unverträglich und muss speziell entsorgt werden. Die Kosten für das Wechseln der Bremsflüssigkeit liegen je nach Fahrzeugtyp bei rund 40 Euro aufwärts plus den Kosten für die neue Bremsflüssigkeit.